Kleinschmidt´s Papageiamadine (Schwarzmasken - Papageiamadine)

Amblynura kleinschmidti

Foto: D. Waitling Foto: D. Waitling

Beschreibung:

Männchen: Ähnlich wie bei der Maskenamadine ist die Stirn, der vordere Scheitel, der Zügel, die Augenumgebung, die vorderen Wangen und das Kinn schwarz; der hintere Scheitel ist dunkelblau, er geht im Nacken in das dunkle grasgrün der Oberseite über, wobei die oberen Armschwingen grün, und die übrigen Schwingen schwarzbraun mit grünen Außensäumen sind; der hintere Bürzel und die Oberschwanzdecken sind leuchtend rot; der Schwanz ist schwarzbraun; die Partien der hinteren Kopfseiten, der Brust, des Bauches und der Flanken sind heller grün als die Oberseite, wobei die Kopfseiten und die Brust fast gelbgrün gefärbt sind; Augen dunkelbraun; der Schnabel ist rosa-fleischfarben, er ist dick und lang mit einem flachen First; die Füße sind fleischfarben.

Weibchen: Das Weibchen ist kaum vom Männchen zu unterscheiden. Jungvögel sind insgesamt matter gefärbt, die schwarzen Partien am Kopf sind weniger ausgedehnt, die Färbung von Brust und Bauch ist mehr braungrün.

Die Größe der Kleinschmidts Papageiamadine beträgt ca. 100mm, wovon ca. 29mm auf den Schwanz entfallen; die Flügellänge beträgt ca. 63mm; sie hat für ihre Größe einen aufällig großen Schnabel von 15mm Länge, 9,5mm Höhe und einer Breite an der Schnabelwurzel von 7,5mm. Ein gefangenes Exemplar (Ziswiler, Güttinger, Bregulla) wog 15 g.

 

 

Verbreitung:

Fidschi - Insel Viti Levu

 

 

Lebensraum:

Sie ist ein ausgesprochener Bewohner des Urwaldes in Höhenlagen über 500m. Ihr Vorkommen ist abhängig vom vorhandensein von früchtetragenden Feigen- und Krautarten.

 

 

Lebensweise:

Sie leben einzeln oder paarweise, und treffen nur zur Nahrunsaufnahme in größerer Zahl zusammen. Sie sind sehr scheu und sind bei der geringsten Störung im dichten Laubwerk verschwunden. Ihre Nahrung besteht fast ausschließlich aus Wildfrüchten. Es werden die Samenkörner wie auch Fruchtfleisch aufgenommen.

 

 

Fortpflanzung:

Auch hierüber ist sehr wenig bekannt. Die Brutzeit könnte in den Monaten Oktober bis Januar liegen. Bregulla beobachtete im März einige Tiere unter denen sich 3 unausgefärbte Jungvögel befanden.

 

 

Entdeckung und Einfuhr:

Die Kleinschmidt´s Papageiamadine wurde bereits 1878 entdeckt, und von Finsch erstmals beschrieben. Obwohl die Peales Papageiamadine ebenfalls auf den Fidschi-Inseln vorkommt und in früheren Jahren auch importiert wurde, waren wahrscheinlich nur in einem Fall Kleinschmidt´s Papageiamadinen unter den importierten Tieren. Im Jahre 1913 sind einige dieser Tiere zu Herrn H. Dicker in Halle gekommen. Leider wurde nichts näheres darüber bekannt.

Die Kleinschmidt´s Papageiamadine scheint die einzige der Papageiamadinen zu sein, die sich zum Teil von Früchten ernährt, aus denen sie nicht nur die Samenkörner herausholt, sondern auch Fruchtfleisch aufnimmt. Diese Tatsache müßte bei einem erneuten Import dieser Prachtfinkenart berücksichtigt werden. Durch die fortschreitende Zerstörung der Urwälder weltweit, ist gerade auch diese Vogelart sehr stark vom Aussterben bedroht, wobei es schon fraglich ist ob es sie heute noch gibt, stammen doch die letzten Freilandbeobachtungen wohl aus den Jahren um 1969 (Ziswiler). Seinerzeit wurde der Bestand auf Viti Levu auf 300 bis 400 Tiere geschätzt.